Systemaufstellung

Beziehungen im Raum sehen. Zusammenhänge neu verstehen.

Eine Systemaufstellung übersetzt ein inneres oder zwischenmenschliches Thema in ein sichtbares Bild. Positionen, Abstände und Blickrichtungen eröffnen eine Perspektive, die im reinen Gespräch oft verborgen bleibt.

Was ist eine Systemaufstellung?

Ein System wird nicht erklärt. Es wird sichtbar.

Menschen sind Teil verschiedener Systeme: Familie, Partnerschaft, Freundeskreis, Team oder Unternehmen. In jedem dieser Systeme entstehen Beziehungen, Rollen und Ordnungen, die unser Erleben und Handeln beeinflussen.

Bei einer Aufstellung werden Personen, Figuren, Symbole oder Bodenanker stellvertretend für wichtige Elemente eines Anliegens im Raum positioniert. Dadurch entsteht ein äußeres Bild der inneren Wahrnehmung. Es handelt sich nicht um ein Rollenspiel, sondern um eine strukturierte Betrachtung von Beziehungen und Wechselwirkungen.

Familienaufstellungen sind eine bekannte Form dieser Arbeit. Systemaufstellung ist jedoch weiter gefasst und kann ebenso berufliche Situationen, Entscheidungen, Projekte oder innere Konflikte einbeziehen.

Drei Perspektiven

01

Familienaufstellung

Beleuchtet Beziehungen, Rollen und wiederkehrende Dynamiken innerhalb eines Familiensystems – auch über Generationen hinweg.

02

Organisationsaufstellung

Macht Strukturen, Verantwortlichkeiten und Beziehungen in Teams, Unternehmen oder beruflichen Situationen erfahrbar.

03

Strukturaufstellung

Ordnet abstrakte Themen wie Entscheidungen, Ziele, innere Anteile, Projekte oder unterschiedliche Handlungsoptionen räumlich an.

Wie wird aufgestellt?

In der Gruppe oder im geschützten Einzelsetting.

Welche Form passt, hängt vom Anliegen und vom persönlichen Rahmen ab. In der Gruppenarbeit können Menschen stellvertretend Positionen einnehmen. In der Einzelarbeit entsteht das System mit Figuren, Symbolen, Bodenankern oder inneren Bildern.

  • 01Aufstellung mit Stellvertretenden in einer Gruppe
  • 02Einzelarbeit mit Figuren oder Symbolen
  • 03Arbeit mit Bodenankern im Raum
  • 04Imaginative und visuelle Aufstellungsarbeit

Einblicke

Systemaufstellung anschaulich erklärt.

Grundlagen der Systemaufstellung

So läuft eine Aufstellung ab

Einzelarbeit und Gruppenformat

Historische Wurzeln

Aus dem systemischen Denken gewachsen.

Die Wurzeln der Aufstellungsarbeit reichen in die Familientherapie des 20. Jahrhunderts zurück. Virginia Satir arbeitete früh mit räumlichen Darstellungen von Familienbeziehungen. Im deutschsprachigen Raum wurde insbesondere die Familienaufstellung durch Bert Hellinger bekannt.

Heute existieren unterschiedliche Schulen und Formate. Gemeinsam ist ihnen der räumliche Blick auf ein System: Wer oder was gehört dazu? Wie stehen die Elemente zueinander? Wo zeigen sich Nähe, Distanz, Spannung oder fehlende Verbindung?

Dein Anliegen

Manches wird klarer, wenn es einen Platz im Raum bekommt.

Im persönlichen Gespräch könnt ihr klären, welche Form der Aufstellung zu deinem Thema und deinem gewünschten Rahmen passt.